Geographie
Ein Staat, vier Länder und das verteilt auf mehrere Inseln. UK ist als Zusammenschluss von Großbritannien und Nordirland ein kompliziertes Gebilde, das vor allem politisch, nicht aber wegen eines Zusammengehörigkeitsgefühls eine Nation ist.
England: Heimat der Metropole London
England ist flächenmäßig der größte Teilstaat Großbritanniens. Es nimmt den größten Teil der britischen Hauptinsel ein. Auf 130.395 Quadratkilometern leben über 50 Millionen Menschen. London - die Hauptstadt Großbritanniens und des Vereinigten Königreichs - befindet sich hier. Weitere größere englische Städte sind u. a. Manchester, Liverpool, Birmingham, Sheffield, Leeds und Bristol. Tiefebenen, die von Hügelketten durchzogen sind, prägen vorwiegend die englische Landschaft. England wird von der so genannten imaginären Tees-Exe-Line in zwei Regionen unterteilt: Zum einen in die landschaftlich flacheren Hügelzüge im Süden der Insel sowie entlang der Ostküste. Zum anderen in den stark von Mittelgebirgen geprägten Norden und Nordwesten. Die Flüsse Themse, Severn, Trent und Humber sind die bedeutsamsten in diesem Teil Großbritanniens.
Wales: Hier entspringt der längste Fluss Großbritanniens
Wales, das westliche Nachbarland Englands auf der Insel, besitzt eine Fläche von 20.779 Quadratkilometern. Auf dieser leben über drei Millionen Menschen. Der Hauptteil der Bevölkerung hat sich im Süden von Wales angesiedelt. Vornehmlich in den Städten Cardiff, Newport und Swansea. Diese liegen auf einem Küstenstreifen entlang des Bristolkanals. Weiterhin leben viele Waliser in den vom Küstenstreifen abzweigenden südwalisischen Tälern. Wales besitzt eine Mittelgebirgslandschaft, wobei die Cambrian Mountains etwa zwei Drittel der Landesfläche einnehmen. Mit 1.085 Metern ist der Snowdon der höchste Berg. In den Cambrian Mountains entspringt der längste Fluss Großbritanniens, der Severn.
Schottland: Großbritanniens landschaftliche Schönheit
Den nördlichen Teil Großbritanniens nimmt Schottland ein. Über 5,1 Millionen Schotten leben auf einer Fläche von 78.772 Quadratkilometern - der größte Teil in den Großstädten Glasgow, Edinburgh und Dundee. Schottland ist landschaftlich in drei Regionen unterteilt: In die südschottischen Southern Uplands, in das mittelschottische Tiefland, den so genannten Central Belt und in die Highlands, die sich im Norden und Westen des Landes erstrecken. Höchster Berg Schottlands ist der Ben Nevis mit 1.343 Metern. Die schottische Westküste ist stark von zahlreichen Fjorden zergliedert. Die bekanntesten sind Firth of Clyde und Solway Firth. Zudem gehören die Hebriden, die Orkney- und Shetlandinseln zu Schottland.
Nordirland: Enklave auf der Nachbarinsel
Nordirland liegt als einziges der vier Länder des UK nicht auf der Hauptinsel, sondern im Norden der westlichen Nachbarinsel Irland. Es ist zugleich der kleinste der vier Teile des UK und beheimatet nur etwa 1,7 Millionen Einwohner. Ein Großteil davon lebt in Belfast oder Derry, den beiden größten Städten Nordirlands.
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