Gesellschaft
Automatisch wird der Begriff Klassengesellschaft mit Großbritannien und dem Vereinigten Königreich in Verbindung gebracht. Jahrhunderte lang spielte dieser eine herausragende Rolle im britischen Leben. Heute trifft dies immer noch bedingt auf die Beziehungen einzelner Bevölkerungsschichten oder -gruppen innerhalb der Gesellschaft Großbritanniens und Nordirlands zu.
Beispielsweise gibt es in Großbritannien Sportarten, die einen gewissen britischen Snobismus und höheren Lebensstil verkörpern. Ob dieser wirklich existiert und den Geist einer bestimmten Klasse innerhalb der Gesellschaft repräsentiert - dies sollte individuell beantwortet werden. Cricket oder Polo gehören beispielsweise zu den beliebtesten sportlichen Freizeitbeschäftigungen in den so genannten besseren Kreisen der britischen Gesellschaft. Fußball wird wiederum eher mit der „Arbeiterklasse" in einem Zuge genannt. Jedoch ist Fußball im Vereinigten Königreich sicherlich der Sport, den alle mehr oder weniger lieber. Egal aus welchem Teil Großbritanniens oder Nordirlands jemand kommt oder welcher Schicht jemand entstammt.
Kluft zwischen Arm und Reich
Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in UK deutlich vorhanden. In den letzten Jahren sind trotz niedriger Arbeitslosenzahlen und einem konstanten Wirtschaftswachstum die höheren Einkommen gestiegen und die niedrigen Einkommen weiter gesunken. Jedoch hat sich allgemein der Lebensstandard der Gesellschaftsschichten mit einem unteren Einkommen kontinuierlich verbessert. Auch hier gehören mittlerweile Fernseher, Auto, Computer oder DVD-Spieler zum täglichen Leben dazu. Die Altersarmut ist in Großbritanniens Gesellschaft ein großes, aber extrem unbeliebtes Thema. Hier wird die Politik auch in den nächsten Jahrzehnten Maßnahmen zur Verbesserung der Lage älterer und alter Menschen ausarbeiten müssen.
Ethnische Vielfalt bestimmt die moderne Gesellschaft in UK
In Großbritannien und Nordirland leben unterschiedliche ethnische Gruppen. Über 92 Prozent der Bevölkerung sind Weiße. Acht Prozent setzen sich aus nicht weißen ethnischen Bevölkerungsgruppen zusammen. Einwanderer aus den ehemaligen britischen Kolonien, vornehmlich aus Indien oder der Karibik, stellen den größten Anteil der farbigen Minderheit in Großbritannien. Meist waren die Hoffnung auf Arbeit und bessere Lebensbedingungen die Hauptgründe die zur Einwanderung ins Land der ehemaligen Kolonialmacht geführt haben. Ebenso spielt die politische Verfolgung in den Heimatländern eine entscheidende Rolle bei der Auswanderung.
Zu den bestverdienenden und gut ausgebildeten Einwanderergruppen gehören die Chinesen. Insgesamt prägen die unterschiedlichsten Religionen und kulturellen Traditionen und Werte das Zusammenleben der ethnischen Gruppen auf der britischen Insel.
Engländer, Schotten und Waliser leben in Großbritannien neben- und auch miteinander. In den meisten Fällen zwar nicht vorurteilsfrei, aber recht friedlich. Größere Konflikte gab es jahrzehntelang in Nordirland, wo sich Katholiken und Protestanten einen erbitterten und oft blutigen Kampf lieferten. In den letzten Jahren setzte sich der Friedensprozess immer weiter fort, doch noch immer gibt es in der irischen Enklave des Vereinigten Königreichs gewaltbereite Gruppen.
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